Rechenzentren sind notwendig – die Frage ist, wie wir sie betreiben

Rechenzentren geraten zunehmend in den öffentlichen Fokus. Und das ist gut so.

2026-08-10

Denn natürlich müssen wir darüber sprechen, wie viel Strom sie benötigen, wie sie gekühlt werden und welche Ressourcen dafür eingesetzt werden. Was dabei aber auch klar sein sollte: Auf Rechenzentren verzichten können wir nicht. Unsere digitale Wirtschaft, Verwaltung, Kommunikation und inzwischen auch ein großer Teil unseres Alltags hängen an dieser Infrastruktur. Und wenn Daten verarbeitet und gespeichert werden, finden wir es ziemlich sinnvoll, wenn ein relevanter Teil davon auch in Deutschland bleibt.

Die entscheidende Frage ist deshalb aus unserer Sicht nicht: Brauchen wir Rechenzentren? Sondern: Wie bauen und betreiben wir sie möglichst vernünftig?

Ein gutes Beispiel ist das Thema Wasser.


Gerade bei großen KI-Rechenzentren, wie sie in den USA bereits vielfach betrieben werden und nun auch in Deutschland entstehen sollen, fällt durch die hohe und nahezu dauerhaft anliegende Rechenlast entsprechend viel Abwärme an. Bei klassischer Luftkühlung wird dafür häufig zusätzlich Wasser eingesetzt, das durch Verdunstung tatsächlich verbraucht wird.
Es geht aber auch anders: Bei einer direkten Wasserkühlung wird die Wärme näher an den Servern aufgenommen und über einen geschlossenen Kreislauf abgeführt. Das Wasser bleibt dabei im System und wird immer wieder genutzt. Diese Technik ist in der Planung und beim Bau aufwendiger und zunächst teurer. Dafür ist sie deutlich ressourcenschonender.

Genau diesen Weg sind wir bei dataR in Rellingen gegangen, weil unser Anspruch von Anfang an war, einige Dinge besser zu machen. Dazu gehörte die Kühlung genauso wie die Frage, was eigentlich mit der entstehenden Abwärme passiert. Auch darüber waren und sind wir im engen Austausch mit der Gemeinde Rellingen. Das Ergebnis: Die Abwärme unseres Rechenzentrums wird künftig genutzt, um die gerade entstehende Grundschule nebenan mit Wärme zu versorgen. Rechenzentren brauchen Ressourcen. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber wie viele Ressourcen sie brauchen – und was wir aus der eingesetzten Energie noch machen – darauf können wir Einfluss nehmen.

Schön, dass der NDR in seiner aktuellen Studio16-Recherche genau diese Diskussion führt. Und ein bisschen freuen wir uns natürlich auch, dass unser Rechenzentrum in Rellingen darin als positives Beispiel vorkommt.


Den Beitrag findet ihr hier:


NDR Studio16: „Rechenzentren-Boom: Reicht das Grundwasser im Norden?“

NDR: „Rechenzentren-Boom: Reicht das Grundwasser im Norden?“

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